Kinder Kinder, Menschenskinder … die Türklinke des Grauens

Sie leuchten Neon. Pink, Gelb und Grün. Sie sind kugelig mit Stacheln dran, wie Seeigel. Und sie sind viele. So stelle ich sie mir vor, die Viren, die auf den Türklinken unserer Kita sitzen.

aus der Sicht von Mama

Eine Klingel, eine Stange, eine Klinke und wir sind drin. Die Gruppentür steht meist offen, aber wenn nicht, kommt diese Klinke auch noch dazu. Während der Eingewöhnung gab es noch drei weitere Klinken bis ins Elterncafe. Die Türklinke zum Klo fasst man besser niemals an! War aber leider in der Eingewöhnungszeit zwei Mal nicht zu vermeiden. Später nochmal zwei Klinken und wir sind wieder draußen. Aber nicht nur wir!

10 Mal Klingel und Klinken drücken, 10 Mal neonfarbene Viren auf der rechten Hand. Ja, man soll nicht ins Gesicht fassen. Aber macht man sicher unbewusst. Dann fasst man das Lenkrad im Auto an. Und dann das Handy. Bewusst. Und mit Tüchern für „Gesicht und Hände“ oder Desinfektion verteilt man die fiesen Teilchen sicher nur. Wahrscheinlich freuen die sich noch über die Flüssigkeit.

Sie sitzen auf den Türklinken und lachen schrill, wenn sie von Ferne die nächste Hand kommen sehen. Denn da sind entweder neue Kumpanen drauf oder es ist noch ein Plätzchen frei.

Magen-Darm, Rotznase, bellender Husten, Hand-Mund-Fuß, hohes Fieber… War alles schon im Angebot auf unseren Kita-Klinken. Da kann man mit Feuchttüchern wischen und Hände waschen so viel man will, die von der fiesesten Sorte kommen trotzdem mit nach Hause. Am liebsten kurz vorm Wochenende. Da denken die sich bestimmt: Oh Mann, am Wochenende kommt ja keiner Klinkendrücken, da gehen wir mal lieber mit Kindern und Eltern nach Hause.

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mehr von Dorothea Wolf

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