Ausflugstipp: Wildpark Grafenberg

© Thomas Lefebvre – CC0 Public Domain

Der Mann geht auf die Jagd, die Frau sorgt für den Nachwuchs, Mahlzeiten und das Heim. So war die Rollenverteilung wohl schon in der Steinzeit und ist es häufig noch heute. Bei uns trifft diese klassische und bewährte Aufgabenverteilung sowohl auf den Haushalt zu wie auch auf die Freizeitgestaltung. Mein Mann kauft ein, ich bereite das Essen zu. Bis auf eine Ausnahme: Grillen ist Männersache. Gejagt wird im Supermarkt. Wenn das Tier dann mariniert auf der Grillschale liegt, läuft ihm das Wasser im Mund zusammen.

Sein zweitliebstes Hobby hat auch mit Tieren zu tun, aber mit lebendigen. In jeder neuen Stadt, in die es uns bisher verschlagen hat, waren wir auch bald im Tierpark. Die Wilhelma in Stuttgart mit den schwimmenden Eisbären hinter Glas und dem großen Affenhaus war unser Favorit. Seit wir ein Kind haben, gibt es einen Tierfreund mehr in der Familie und damit immer eine Mehrheit für den Zoo. Böse Zungen behaupten ja, in unserer neuen Wahlheimat Düsseldorf gebe es keinen richtigen. Wir finden schon! Und zwar den bisher schönsten für unsere neue, kleine Familie. Denn im Wildpark Grafenberg leben die tierischen Bewohner wie in freier Wildbahn und sind trotzdem zum Anfassen.

Vorbei an der Rennbahn fährt man aus dem Großstadtdschungel hinein in den Wald. Das 40 Hektar große Wild-Gehege hat das ganze Jahr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Parkplätze gibt es reichlich und sogar mit der S-Bahn kommt man in die Nähe des Parks. Beim Rundgang auf verschlungenen Wegen erlebt man laut grunzende Wildschweine, majestätisches Rotwild, schlaue Füchse, freche Waschbären und scheue Wildkatzen.

Manche Tiere nähern sich, wenn sie gefüttert werden möchten, einige spazieren einfach über die weitläufigen Wiesen, andere springen ins Dickicht in Deckung.

Am liebsten laufen wir durch das große Damwild-Freigehege. Hier kommen Rehe mit dunklen Knopfaugen bis an den Kinderwagen und lassen sich füttern. Karotten, Äpfel und bald wieder rotbraun-glänzende Kastanien finden hier gierige Abnehmer. Wenn meine kleine Tochter diese einmal so gern sammelt wie ich, dann wissen wir wohin damit. Manche Tiere nähern sich, wenn sie gefüttert werden möchten, einige spazieren einfach über die weitläufigen Wiesen, andere springen ins Dickicht in Deckung.

Während die Mama das Gemüse für die Tiere und das Abendbrot schnippelt, kann der Papa den Besuch anhand von 29 Arbeitsblättern vorbereiten oder daheim noch einmal aufleben lassen. Vom Allesfresser bis zu den Zähnen der Tiere.

Der Wildpark ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Es gibt auch Picknickplätze und einen tollen Spielplatz. Während sich Kleinkinder vielleicht nur für das Oink oink der Wildschweine interessieren und dann den Rundgang an der frischen Waldluft verschlafen, können ältere Kinder als Wildpark-Detektive unterwegs sein. Während die Mama* das Gemüse für die Tiere und das Abendbrot schnippelt, kann der Papa den Besuch anhand von 29 Arbeitsblättern vorbereiten oder daheim noch einmal aufleben lassen. Vom Allesfresser bis zu den Zähnen der Tiere.

Und der Tag ist perfekt, wenn es nach dem Rundgang daheim ein Steak gibt.

* Anmerkung der Redaktion: Der Text soll keine klischeehafte Rollenverteilung der Geschlechter vermitteln. Er ist aus Sicht unserer Redakteurin geschrieben.

So hat der Park geöffnet:

15. Januar bis 15. Februar von 9 bis 17 Uhr
16. Februar bis 31. März von 9 bis 18 Uhr
mit Beginn der Sommerzeit spätestens ab 1. April bis 30. September von 9 bis 19 Uhr
1. Oktober bis 31. Oktober von 9 bis 18 Uhr
mit Beginn der Winterzeit, spätestens ab 1. November bis 1. Dezember von 9 bis 17 Uhr
2. Dezember bis 15. Januar von 9 bis 16 Uhr

Hier findest du den Wildpark Grafenberg:

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